Markt und Produktvorteile


Das Castoröl wird überwiegend unter anderem in der Pharma-, Kosmetik-, Chemischen Industrie
und in der Produktion von Farben eingesetzt.

Castoröl ist regenerativ, weil dessen Gewinnung aus nachwachsenden Pflanzen unendlich ist.
Es gewinnt zunehmend an ökonomischer Attraktivität, da der Weltmarktpreis für Castoröl
kontinuierlich steigt.

Weil es sich bei unserem biologischen Öl durchgehend um ein Non-Food-Bioöl handelt,
greift es nicht in die Marktmechanismen des Nahrungsmittelbereiches ein. Der Anbau der
Castorppflanze kann auf kargen, für den Nahrungsanbau ungeeigneten Böden erfolgen.



Anbau und Gewinnung


Acazis AG hat im ersten Schritt in Äthiopien eine Anbaufläche von ca. 56.000 Hektar für die
nächsten 45 Jahre gepachtet. Hier befinden sich die umweltgerechten Bepflanzungen
für unsere Castorpflanzen.

Es kommt folgende Pflanze zum Einsatz:

Die Castorpflanze (ricinus communis) gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse.
An den Boden stellt sie keine besonderen Ansprüche. Sie ist ein schnell wachsender Busch, der nach kurzer Zeit reichlich Früchte - die ölhaltigen sogenannten Castorbohnen - trägt. Die Castorpflanze ist etwa zwei bis drei Jahre nutzbar und wird danach umgepflügt.


Der Agrarboden ist danach direkt mit allen anderen Gewächsen bepflanzbar und kann für die
Bevölkerung in der Zeit für individuelle Anbauten genutzt werden. Es entsteht keine Monokultur. Die Acazis AG wird in Zusammenarbeit mit der heimischen Bevölkerung ihre Ackerflächen für die örtliche Landwirtschaft zur Verfügung stellen.

Die Pflanze ist nicht für den menschlichen Verzehr geeignet.
Sie wächst entweder auf schon bestehenden Flächen oder sie kann wegen ihrer extremen
Anspruchslosigkeit auf kargen Böden, die der Bevölkerung für eine aufwändige Bewässerung
kein Wasser nehmen, kultiviert werden. Ihr Anbau kollidiert nicht mit den Interessen von Pflanzungen im Nahrungsmittelbereich.

Unsere Ölmühle wurde Ende 2007 eingeweiht. Derzeit ist die Ölmühle in der Lage jährlich
30.000 Tonnen des pflanzlichen Öls zu produzieren. Da die Menge der Castorbohnen nicht ausreicht, um die Mühle auszulasten, werden wir ab Sommer 2011 beginnen, für denn heimischen Markt Erdnussöl zu produzieren, um die Knappheit von Speiseölen etwas zu minimieren, da die gesamte Produktion dem heimischen Markt zur Verfügung gestellt wird.